Ausgezeichnete Jugendliteratur von der Stefan-Heym-Gesellschaft
„Du stehst auf einem Podium
Im Rampenlicht.
Die Zuschauer sind stumm
Und die Angst quält dich.“
(Johanna: Du)
So lauten die ersten Verse des Gedichts „Du“ von Johanna aus der Klasse 9/2 unseres Gymnasiums. Und ein wenig Aufregung war sicherlich dabei, als Johanna (Kl. 9/2), Anina (Kl. 9/2), Simon (Kl. 9/1) und Sally (Kl. 12) am Abend des 15.09.2026 gespannt auf den Beginn der Preisträgerlesung des Stefan-Heym-Wettbewerbs für Junge Literatur 2026 warteten.
Im Juli waren sie unter denjenigen, die von der Stefan-Heym-Gesellschaft für ihre beim Wettbewerb für Junge Literatur 2026 eingereichten selbstgeschriebenen Texte – darunter Gedichte, Kurzgeschichten und journalistische Texte – ausgezeichnet worden sind. Nun nahmen sie die einzigartige Gelegenheit wahr, ihre Werke einem öffentlichen Publikum präsentieren zu können.
Um 19 Uhr waren die Stühle im Stefan-Heym-Forum des Tietz fast alle vom Publikum besetzt. Neben an Literatur interessierten, neugierigen Chemnitzern erwarteten Mitschüler, Familienmitglieder und Lehrer leise und vorfreudig den Beginn der Lesung.
Große Vielfalt an Literatur von unseren Jugendlichen
Und dann saßen sie auf dem Podium, in einem gemütlichen Lesesessel, eine Leselampe und ein kleines Beistelltischchen sorgten für die richtige Atmosphäre im Rampenlicht. Von Angst jedoch war nichts zu spüren. Ganz souverän eröffnete nach einleitenden Worten durch Frau Seedorff von der Stefan-Heym-Gesellschaft Anina aus der 9/2 die Veranstaltung mit ihren Gedichten „Die Stille der Nacht“, „Frei sein“ und „Chronus hin oder her“. Begeisterter Applaus lobte Aninas ausdrucksstarke, thematisch berührende und sprachgewaltige Texte.
Sally aus der Klasse 12 las nun ihren journalistischen Text „Zuerst in Syrien, dann in Russland und jetzt in Deutschland. Amira Omar: Krieg ist nicht immer das Ende“ vor. Das Publikum lauscht gebannt der berührenden und herausfordernden Lebensgeschichte einer starken, jungen Frau. Dieser Text erinnert an Stefan Heyms Lebensgeschichte.
„Mama, ich hab Essen gemacht“ ist der Titel von Simons Kurzgeschichte. Auf emotionale Weise wird der Zuhörer in die Lebenswirklichkeit von Vincent mitgenommen, dessen Leben nach einem Unfall aus den Fugen geraten ist. Die berührende, wortgewandte Kurzgeschichte bezaubert das Publikum.
Johanna aus der 9/2 las zum Abschluss der Veranstaltung ihre Gedichte „Vergiss mal nicht“, „Fremd“ und „Du“. Johannas Texte begeistern durch die Gedanken, Gefühle und Erfahrungen der lyrischen Sprecher, in denen sich die Zuschauer wiedererkennen können, und ihre stilistische Eloquenz.
Mit viel Beifall würdigte das Publikum die Präsentation der literarischen Werke unserer jungen Autorinnen und Autoren, bevor sich eine kleine Podiumsdiskussion anschloss, in der das Publikum fragen konnte, welche Inspirationsquellen die Schüler haben, wie sie die Welt um sich herum wahrnehmen und ihrem Lob für die Texte Ausdruck verleihen konnte.
Wir danken unseren jungen Schriftstellern Anina, Johanna, Simon und Sally für den mitreißenden Einblick in ihr literarisches Schaffen, die hervorragende Repräsentation unserer Schule in der Stadtöffentlichkeit und sind gespannt auf weitere Texte von ihnen.
„Lasst uns unsere Träume erfüllen,
denn am Ende werden es ihre Erinnerungen sein,
an denen wir uns festhalten.“
(Anina: Chronus hin oder her)















