Die Philharmonie zu Gast am Gymnasium
Am 17.3.2026 fuhr ein Lastwagen der Theater Chemnitz auf den Schulhof. Im Gepäck hatte er jede Menge Instrumente der Robert-Schumann-Philharmonie, und auch 40 Musikerinnen und Musiker reisten an, um sich in Klasse 5 und 6 vorzustellen. Das Projekt namens „Philharmonie in Fahrt“ umfasste einen ganzen Unterrichtstag mit etwa 180 Kindern, die alle in einer Musikstunde zwei Instrumentalisten und deren Instrumente kennenlernten: Violoncello, Kontrabass, unterschiedliche Geigen, Metall- und Holzbläser – in jeder Klasse waren unterschiedliche Profimusiker und erzählten über sich und ihr Instrument.
Orchesterprobe der Philharmonie für alle
Nach der Einführung am Gymnasium wechselten die acht Klassen mit den Begleitlehrkräften und der Philharmonie ans BSZ in der Lutherstraße, wo im Saal mit 400 Plätzen am Abend eine Beethoven-Sinfonie für die Kinder aufgeführt werden sollte. Damit jetzt auch jeder noch erfahren konnte, wie aus dem Klang der Einzelinstrumente eine Sinfonie wird, übernahm Maximilian Otto das Ruder, oder besser gesagt den Taktstock. Der zweite Kapellmeister dirigierte an dem Tag nicht nur die Robert-Schumann-Philharmonie, sondern auch unsere Klassen. Melodien mitsingen, Takte mitklatschen und selber dirigieren üben standen jetzt auf dem Stundenplan.
Die besonderen Musikstunden am Vormittag bereiteten die Fünft- und Sechstklässlerinnen darauf vor, am Abend beim Sinfoniekonzert die einzelnen Sätze der Sinfonie und die Arbeit der Instrumentalisten gut verstehen zu können. Dabei gab es für einige sogar eine besondere Herausforderung: zwei Schülerinnen und zwei Schüler der Klassen 6 wurden für den Abend als Moderatorenteam ausgewählt und auf ihre Aufgabe vorbereitet, sodass es Punkt 18 Uhr heißen konnte: Auftakt für Beethovens 7.
Unsere Moderatoren präsentieren: Die Robert-Schumann-Philharmonie
Da am Abend auch die Eltern eingeladen waren, die Aufführung zu besuchen, waren die 400 Stühle der Aula fast voll besetzt, als Dirigent, Instrumentalisten und Moderatoren ihr Konzert aufführten. Aber was erzählt ein Kind aus der sechsten Klasse denn, wenn es plötzlich ein Sinfonie-Konzert moderiert? Ganz einfach!
Zuerst stellt man am besten die Instrumentengruppen vor – die kennt der geschulte Sechstklässler bzw. die geschulte Sechstklässlerin ja vom Vormittag sehr genau – und dann berichtet man von seinen eigenen Eindrücken. Welches Instrument war am besten? Der Kontrabass mit den tiefen Tönen ist toll, Trompeten sind schön laut und die Flöten sind sehr wichtig für die Melodie. Am Ende muss sich ein gutes Moderatorenteam natürlich bedanken: beim Dirigenten, bei den Musikern, bei den Musiklehrerinnen des Gymnasiums und bei der Schulleitung, die gemeinsam den Projekttag für die Kinder umgesetzt haben. Genau diese Aufgabe hat das Team aus vier Schülermoderatoren super gemacht und den Organisatoren und Gästen hat das Konzert daher viel Spaß bereitet.
Was im Hintergrund passiert
Ein Besuch einer Philharmonie bei so vielen Klassen und extra für uns als Schule ist definitiv nichts Alltägliches. Er wäre nicht möglich gewesen ohne die Organisation durch die Theaterpädagogin Frau Dr. Vieth. Nicht zu vergessen sind hier auch unsere Musiklehrerinnen, Frau Dähne und Frau Meier, die vielfältige Aufgaben übernahmen: Elternbriefe formulieren, Eintrittsgeld einsammeln, Zeit- und Raumplanung mit der Schulleitung abstimmen und die Schülerinnen und Schüler beaufsichtigen. Auch ganz profane Aufgaben kommen da plötzlich auf Musiklehrkräfte zu: Wenn 40 Instrumentalisten zu Gast sind, brauchen auch 40 Erwachsene Kaffee, Würstchen und selbstgemachten Salat als Stärkung in der Mittagspause.
Die Arbeit der Musiklehrerinnen wurde demzufolge gewürdigt: von der Schulleitung am Ende des Konzertes, von Eltern, Kindern und Instrumentalisten mit viel Lob für den gelungenen Projekttag und nicht zuletzt von der „Freien Presse“, deren Journalistin Jana Peters mit anwesend war und die im Anschluss in einem Artikel berichtete:
[Frau Dähne] liege es am Herzen, das Kulturgut Musik lebendig zu halten. Um sich später zum Beispiel ein Konzert anzuhören, brauche es einen Bezug zur Musik, den sie ihren Schülern mitgeben möchte. „Sonst macht man das später nicht.“ Um das zu erreichen, engagiert sie sich für Projekte, die nicht im Lehrplan stehen.
„Sie legt ein großes Engagement an den Tag und versucht alles an die Schule zu bringen, was möglich ist, zusätzlich zum Unterrichtsalltag“, sagt Schulleiterin Elke Trompelt über sie. Die Zeit dafür habe sie eigentlich nicht, sagt Nicole Dähne, „aber sonst wäre ich doch nicht Lehrerin geworden.“
Jana Peters, Freie Presse, 20. März 2026
Die nächste Kooperation zwischen den Theatern Chemnitz und dem Goethegymnasium ist übrigens bereits fast aufführungsreif: Am 11. Juni tritt unsere Klasse 10/2 im Opernsaal auf mit dem Ballett Sommernachtstraum, ebenfalls organisiert durch Frau Dähne und Theaterpädagogin Frau Dr. Vieth: Karten sind ab sofort erhältlich.



























