Schülerinnen gestalten Lesung aktiv mit - und beeindrucken die Autorin
Am Donnerstag, den 11.06.2026, durften freiwillige Schülerinnen des Deutschleistungskurses der Jahrgangsstufe 12 Teil eines besonderen Projekts sein. Im Café Julius im Schocken fand eine Lesung des Werkes „Beduinenmilch“ der Autorin Nirit Sommerfeld statt.
Der Roman erzählt die Geschichte der 18-Jährigen Talia, die 2014 ihr Elternhaus in Berlin verlässt, um ihre Familie in Israel zu besuchen und ihren Wehrdienst anzutreten. Während ihres Aufenthalts verbringt sie viel Zeit mit ihren gleichaltrigen Cousins und Cousinen, lernt aber durch verschiedene Begegnungen, unter anderem mit einem Palästinenser sowie einem israelischen Menschenrechtsaktivisten, eine völlig andere Seite des Landes kennen, die ihr bisher verborgen geblieben war. Daraus entsteht ein innerer Konflikt, dem sie sich Stück für Stück stellen muss.
Da wir Schülerinnen den Roman bereits im Vorfeld gelesen hatten, erhielten wir die Möglichkeit, die Lesung aktiv mitzugestalten. So las nicht nur Nirit Sommerfeld aus zwei Kapiteln vor, sondern auch wir präsentierten Passagen, die uns beim Lesen bewegt hatten, und teilten unsere Gedanken dazu mit dem Publikum. Die Autorin war bewegt davon, wie lebendig ihre Protagonistin Talia durch unsere Beiträge wurde. Im anschließenden Gespräch beantwortete Nirit Sommerfeld unsere Fragen und gab uns spannende Einblicke in ihre Gedanken hinter dem Buch, autobiografischen Hintergründe, den Schreibprozess sowie einige historische und aktuelle Bezüge zu Israel und Palästina.
Nicht nur die Geschichte des Romans war beim Lesen fesselnd, mitreißend und emotional – auch der Abend selbst war geprägt von Ehrlichkeit und intensiven Gesprächen.
Besonders erlebten wir welche Wirkung Geschichten entfalten können, wenn sie erzählt und gehört werden.
Wir bedanken uns bei Nirit Sommerfeld für ihre Offenheit, bei Diana Winkler für die Idee und die Organisation sowie bei Frau Hadlich für ihr Engagement!
Tina Wießner, 12/1













